Barsch-Kombo für Schweizer Seen
Barsche (in der Deutschschweiz oft "Egli" genannt) haben ein kleines, empfindliches Maul und sind in klarem Seewasser deutlich vorsichtiger als Hecht oder Zander. Ein Vorfach, das für Zander gerade richtig ist, ist für Egli meist schon zu dick und zu sichtbar – diese Kombo setzt deshalb bewusst auf ein eigenes, viel dünneres Vorfach statt eines abgespeckten Zander-Sets.
Zuletzt aktualisiert am 05. September 2026 · 5 Teile · Gesamtpreis ab CHF 96.50
Warum diese Teile technisch zusammenpassen
Das Mitchell-Tanager-Set ist für ein Wurfgewicht von 5–15 g ausgelegt und deckt damit sowohl den 6,5-g-Jig als auch den 15-g-Spinnköder dieser Kombo ab. Entscheidend ist das Vorfach: Generische Raubfisch-Vorfächer beginnen meist erst bei 9 kg Tragkraft (rund 0,35–0,40 mm) – das ist für das kleine Egli-Maul unnötig dick, macht die Schnur sichtbarer und dämpft die Aktion leichter Köder. Wir setzen deshalb auf das LMAB-100-Pro-Fluorocarbon in der dünnsten Variante mit 0,15 mm / 1,7 kg – dieselbe Produktlinie, aus der auch das dicke Hecht-Vorfach in unserer Hecht-Kombo stammt, hier aber am anderen Ende der Stärkenskala. Achtung: 1,7 kg Tragkraft bietet keinerlei Schutz gegen Hechtzähne – wer im selben Gewässer auch mit Hecht rechnen muss, sollte für diese Köder kein Fluorocarbon dieser Stärke ohne Weiteres einsetzen. Fluss-Hinweis: Barsche stehen auch in Flüssen wie Rhein oder Aare gern in strömungsberuhigten Zonen (Hafenbecken, Buhnenfelder, Uferbuchten) – dort funktioniert diese Kombo unverändert. In stärkerer Strömung direkt in der Flussmitte lohnt sich dagegen ein etwas schwererer Jigkopf als der hier verwendete 6,5-g-Jig, damit der Köder nicht abtreibt.
Die Kombo im Detail
Alle Teile dieses Setups
Gesamtpreis für alle 5 Teile: CHF 96.50 (Einzelpreise können sich bei Amazon jederzeit ändern).
Rute & Rolle
Mitchell Tanager Camouflage Angelset
Wurfgewicht 5–15 g passt zu beiden Ködern dieser Kombo und ist leicht genug für die feinfühlige Bissanzeige beim Egli-Jiggen.
CHF 29.10
AnsehenWerbung / Affiliate-LinkVorfach (ultraleicht)
LMAB 100 Pro Fluorocarbon-Vorfach 0,15 mm (Ultra-Light)
Mit 0,15 mm / 1,7 kg deutlich dünner und unauffälliger als generische Raubfisch-Vorfächer – auf das kleine, vorsichtige Egli-Maul abgestimmt statt auf Zander/Hecht.
CHF 6.82
AnsehenWerbung / Affiliate-LinkKöder (Grundnah)
TRUSCEND Gummifisch-Jig (6,5 g)
6,5-g-Jig im unteren Wurfgewichtsbereich der Rute, die Standardgewichtsklasse für Egli-Jigging an Schweizer Seen.
CHF 14.51
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TRUSCEND Spinnköder Spoon
15-g-Blinker im oberen Wurfgewichtsbereich der Rute, ideal um Schwarmfisch im Freiwasser aktiv zu suchen, statt nur eine Stelle abzuwarten.
CHF 16.21
AnsehenWerbung / Affiliate-LinkKescher
Paradox Fishing Allround-Kescher klappbar (2,1 m)
Für Egli-Grössen an Schweizer Seen völlig ausreichend dimensioniert, kompakt und leicht am Rutenband oder Rucksack zu transportieren.
CHF 29.86
AnsehenWerbung / Affiliate-LinkVorbereitung
Bevor es ans Wasser geht
- 1
Ultraleichtes Vorfach knoten
Von der LMAB-100-Pro-Spule (0,15 mm) ein rund 40–60 cm langes Vorfachstück abschneiden und vor dem Köder mit einem kleinen Wirbel an die Hauptschnur knüpfen. Wegen der geringen Tragkraft (1,7 kg) auf einen sauberen, festen Knoten achten (z. B. Improved Clinch Knot).
- 2
Köder sortieren
Jig (6,5 g) für grundnahes Absuchen und Spoon (15 g) für aktives Suchen im Freiwasser getrennt griffbereit in der Köderbox verstauen.
- 3
Bremse sehr feinfühlig einstellen
Die Rollenbremse noch leichter einstellen als bei einer Zander-Kombo – das dünne Egli-Maul reisst bei zu harter Bremse besonders schnell aus.
- 4
Kleine Haken bereithalten
Da Egli oft kleiner beissen als erwartet, lohnt es sich, zusätzlich ein bis zwei etwas kleinere Jigköpfe/Haken einzupacken, falls die Fische an diesem Tag besonders klein oder vorsichtig sind.
Am Wasser
So setzt du die Kombo praktisch ein
- 1
Schwarmverhalten nutzen
Barsche stehen an Schweizer Seen fast immer in Schwärmen. Hast du einen Fisch gefangen, wirf sofort wieder an dieselbe Stelle – oft folgen weitere Bisse aus demselben Schwarm.
- 2
Typische Standplätze absuchen
Steilkanten, Hafenmauern, Bootsstege, Krautfelder und Übergänge von Flach- zu Tiefwasser sind klassische Egli-Standplätze an Seen wie Zürichsee, Vierwaldstättersee oder Bielersee. Je nach Jahreszeit stehen Egli in 3–15 m Tiefe.
- 3
Jig langsam am Grund führen
Den Jig auf den Grund absinken lassen, dann mit kurzen Hüpfern und Pausen langsam einholen. Die meisten Bisse erfolgen im Moment des Absinkens.
- 4
Mit dem Spoon aktiv suchen
Findest du keinen Schwarm über Grund, den Blinker im Freiwasser in verschiedenen Tiefen anbieten und dabei die Position wechseln, statt lange auf der Stelle zu warten.
- 5
Drop-Shot als Alternativtechnik
Besonders an klaren Schweizer Seen ist Drop-Shot (ein am Vorfach hochgesetzter Haken über einem Grundblei) neben dem Jiggen die beliebteste Egli-Technik und lässt sich mit derselben leichten Rute fischen – ein eigener Drop-Shot-Vergleich folgt.
- 6
Nach dem Fang
Fisch mit nassen Händen handeln, kleinen Haken vorsichtig mit der Zange lösen. Kantonale Mindestmasse und Schonzeiten für Egli/Barsch vor dem Ausflug prüfen, diese unterscheiden sich je nach Kanton und Gewässer teils deutlich.